Um den halben Erdball für schnelle Hilfe

Anke und ihr Mann Laurence leben seit 14 Jahren in Neuseeland. Jüngster Spross der Familie ist Heiko, knappe 2 Jahre alt. Seine beiden älteren Schwestern sind gesund – aber der kleine Junge leidet unter Zerebralparese: Er kann sich nicht so bewegen, wie er gern möchte.

„Aufgefallen ist uns das vor gut einem halben Jahr, denn der Kleine konnte nicht eigenständig laufen. Und auch die Hüfte war zu steif.“ Der erste Gang führte zum Hausarzt in ihrer Heimatstadt Hamilton. Der verwies die Familie an das Child Development Center. „Die Diagnose Zerebralparese stellte aber dann erste ein Kinderarzt, den wir privat aufsuchten.“ Eine Magnetresonanztomographie (MRT) bestätigte dann den Befund.

Deutschland – Schnelle Lösung durch Optimus

„Jetzt begann die Zeit, in der Google zu meinem besten Freund wurde“, lächelt Heikos Mama. „Ich wusste zu diesem Zeitpunkt noch nichts über diese Erkrankung, suchte nach Hilfe und fand sie in diversen Netzwerken.“ Anke erfuhr so, dass eine Soft-Orthese für ihren Sohn eine gute Unterstützung böte. Doch in ihrer Heimat war die Versorgung damit nicht zeitnah möglich. „Da ich jedoch einen vierwöchigen Besuch bei meiner Familie in Deutschland plante, suchte ich auch dort nach Unterstützung.“ So fand sie den Weg zu Optimus – und rief in unserem Hause an.

Soft-Orthese und Unterschenkelorthese – beste Hilfe für die Muskeln

Mona Sottke, die bei Optimus die Versorgung mit GPS-Soft-Orthesen betreut, stellte sich der Herausforderung des engen Zeitfensters: Heiko und seine Mama fuhren montags direkt nach dem 24-Stunden-Flug vom Flughafen zu unserem Unternehmen. „Ich habe den Kleinen sofort ausgemessen, denn die Orthesen werden immer individuell produziert. Und man muss auch immer Zeit für Nachbesserungen einplanen.“

Gleichzeitig sprach man mit der Mutter über weitere Versorgungsmöglichkeiten. „Auch Unterschenkelorthesen böten weitere Unterstützung: Sie würden Heikos Gangbild deutlich verbessern, um vielleicht einmal tatsächlich eigenständig laufen zu können“, so Roland Malich von Optimus. Er fertigte die individuellen Orthesen, die dann noch einmal exakt angepasst wurden.

Komplettversorgung in vier Wochen

„Ich bin sehr glücklich und dankbar, dass Optimus meines Sohnes in dieser kurzen Zeitspanne komplett versorgte“, sagt Anke mit einem Lächeln im Gesicht. „Es ist gerade bei Zerebralparese ganz entscheidend, dass mit der Versorgung so früh wie möglich begonnen wird“, unterstreicht auch Roland Malich. „Da können wirklich noch Weichen gestellt werden.“ Und Heiko? „Sowohl Körperhaltung als auch das Gehen haben sich deutlich verbessert. Und wir hoffen, dass er tatsächlich einmal ohne Unterstützung gehen kann“. Das wird dann wieder in Neuseeland sein, 20.000 Kilometer von Optimus entfernt.