Tabea

Fröhlich auf dem Rolli!

Tabea liebt das Kinderkarussell – einerlei, ob sie im Düsenjet sitzt oder im Feuerwehrauto. Ihr Papa Günter fährt in der Hocke mit – denn mit dem Sitzen ist das so eine Sache für Tabea: Die Fünfjährige leidet unter einer Zerebralparese, hervorgerufen durch Schwierigkeiten bei der Geburt als Frühchen. Die Krankheit schränkt ihre motorische Entwicklung und die Muskelkraft stark ein. Laufen, Stehen, Sitzen – all das geht nur mit Hilfsmitteln. Dennoch strahlt Tabea – nicht nur, wenn sie im Karussell sitzt.

Bereits im Alter von zwei Jahren wurde sie das erste Mal von Optimus versorgt: Sie benötigte Orthesen für Füße und Unterschenkel, einen Reha-Buggy und einen Kindersitz mit speziellen Stützen und Schutz für den Brustbereich. „Gerade letzteres war uns wichtig, damit wir Tabea auch beim Einkaufen und zu Ausflügen mitnehmen konnten“, sagt ihr Vater.

„Wir bemühen uns, dass Tabea soweit es geht am Alltag teilhaben kann“ (Tabeas Mutter Stephanie)

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Optimus Mutmacher Tabea

Ein ganzer Fuhrpark in der Wohnung

Inzwischen hat Tabea einen ganzen Fuhrpark zu Hause: Einen klassischen Aktiv-Rollstuhl, mit dem sie durch die Wohnung flitzt, einen Stehgerät mit großen Rädern, der sie beim Stehtraining mobil sein lässt und auch einen Posterior Walker – ein Rollator, bei dem sich das Gestell für die Griffe hinter dem Körper befindet und der so maximale Bewegungsfreiheit gewährt und die aufrechten Körperhaltung fördert. Wenn Tabea ihre Unterschenkel-Orthesen trägt, kann sie damit sogar laufen.

„Stehen – das mag ich nicht so besonders“, sagt das Mädchen. „Es ist einfach anstrengend.“ Doch Papa Günter meint: „Aber Tabea muss das mindestens eineinhalb Stunden am Tag tun, damit die Hüfte richtig wächst und die Beinmuskeln sich nicht verkürzen und gefordert werden.“ Dann gibt es harte Verhandlungen – mit für alle gangbaren Kompromissen: „Tabea liebt das Tablet – und das darf sie auch benutzen. Aber eben im Stehrolli.“

Puzzeln – aber bitte mit genügend Teilen!

Puzzeln – aber bitte mit genügend Teilen!

„Das, was der Körper ihr nicht an Möglichkeiten bietet, gleicht sie mit dem Kopf aus. Tabea liebt Brettspiele und Puzzle – aber eher die mit einer dreistelligen Anzahl von Teilen“, berichtet ihre Mutter Stephanie. „Ich kann auch schon ein bisschen schreiben und bis Hundert zählen. Auf Englisch leider nur bis zehn“, schmunzelt sie.

Parallel besucht sie den integrativen Kindergarten – und liebt es, wenn es hinaus in den Wald geht. Und zuhause? „Ich mag auch im Haushalt mithelfen“, sagt Tabea und schiebt im Rolli den Staubsauger über den Teppich. Dank eines kleinen Hochstands kann sie mit ihren Orthesen auch beim Kochen helfen. Und auf die Frage, was sie beim Kochen am liebsten mache, kommt die Antwort sofort: „Schnitzel klopfen!“ Und dabei strahlt sie wieder.

Lieblingsort: Europapark

Auch wenn es zu Hause am schönsten ist, liebt der kleine Rollstuhlprofi Ausflüge. „Mein Lieblingsort ist der Europapark in Rust“, verrät sie. Den hat die kleine Familie bereits mehrfach besucht. „Inzwischen scheinen alle Mitarbeiter uns zu kennen“, schmunzelt Tabeas Vater. Und so schön ein Kinderkarussell auch ist – die großen Fahrgeschäfte machen natürlich noch ein bisschen mehr Spaß. „Ich liebe auch Ponyreiten“, fügt Tabea noch an. Und dank der Hilfsmittel ist das auch möglich.

„Mein Lieblingsort ist der Europa Park in Rust“ (Tabea)